IT-Kompetenzfeld Smart Mobility: Referenzstory HERE

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HERE und die Zukunft der Mobilität

Von der Elektromobilität zum autonomen Fahren, von Car Sharing zu multi-modalen Transportoptionen – die Mobilitätslandschaft verändert sich derzeit in rasanter Geschwindigkeit. Mittendrin: HERE. Ein Jahr, nachdem das Unternehmen von Audi, BMW und Daimler gemeinsam erworben wurde, arbeitet es hart an der nächsten Generation digitaler Karten und ortsbasierter Dienste für Menschen und Unternehmen.

Berlin-Mitte, Invalidenstraße 116/117 – bereits vor 130 Jahren befand sich hier ein Zentrum technologischer Innovation. 1893 produzierte die Deutsche Edison-Gesellschaft, ein AEG-Vorläufer, hier die erste Glühlampe. Heute sind die Edison-Höfe an gleicher Stätte Sitz von HERE, dem Entwickler und Anbieter cloudbasierter Kartendienste, der den Weg zum autonomen Fahren und zur Zukunft der Mobilität bereitet.

Neben Berkeley, Chicago, Eindhoven und Mumbai ist Berlin einer der Hauptentwicklungsstandorte von HERE. Rund 1.000 der insgesamt 7.000 weltweiten Mitarbeiter arbeiten hier. Sie kommen aus der ganzen Welt – Mitarbeiter aus mehr als 60 Nationen sind am Standort präsent – und machen das Büro so zu einem internationalen Schmelztiegel zwischen Nordbahnhof und Naturkundemuseum.

Vor einem Jahr sorgte HERE für globale Schlagzeilen, als die Audi AG, die BMW Group und die Daimler AG – normalerweise große Wettbewerber – sich zusammenschlossen, um gemeinsam HERE von Nokia zu kaufen. So etwas hatte es in der Branche zuvor noch nicht gegeben. Die Motivation für diesen ungewöhnlichen Schritt war die gemeinsame Erkenntnis, dass die Zukunft der Mobilität in einer digitalisierten Welt liegt und dass HERE über spezielle Expertise und Fähigkeiten verfügt, die in dieser Zukunft eine entscheidende Rolle spielen.

Karten für Mensch und Maschine

Diese Fähigkeiten wurzeln in digitalen Karten und Location Intelligence. Als Kartenentwickler hat HERE seit langer Zeit davon geträumt, eine präzise Repräsentation der Welt im digitalen Format zu erschaffen – eine, die mit höchster Genauigkeit das Gebiet nachbildet, welches sie repräsentieren möchte. Aber im Kern dieses Unterfangen lag ein großes Paradox: je näher eine Karte die Realität abbildet, desto unnützer wird sie. Karten sind stets Abstraktionen der Wirklichkeit, denn Menschen müssen nicht über jedes Detail einer Gegend Bescheid wissen, um sich zu orientieren.

Was aber, wenn eine Karte nicht nur für das menschliche Auge entwickelt wird, sondern auch für Maschinen, die in der Lage sind, riesige Mengen an Informationen zu verarbeiten? Wenn Karten nur für Software entwickelt werden, löst sich das Paradox auf. Dann ist es in der Tat möglich, eine Karte im 1-zu-1-Format zu entwickeln. Eine solche Karte kann die Nützlichkeit von Maschinen deutlich vergrößern, wie zum Beispiel im Falle eines selbstfahrenden Fahrzeugs.

Heute arbeitet HERE in Berlin und andernorts an der digitalen Karte als Echtzeitrepräsentation der Welt, die einen sekundengenauen Blick auf Städte und Straßennetz ermöglicht. Als Grundlage ortsbasierter Dienste, die Mobilität für Menschen und Unternehmen verbessern, das Fahren sicherer und angenehmer zu machen und dazu beitragen, Emissionen zu verringern, wird diese Karte lebensverändernd sein.

Industrieweite Zusammenarbeiten ermöglicht nächste Generation von Diensten für die Autoindustrie

Ende September hat HERE gezeigt, wie solche Dienste aussehen können. Im Vorfeld des diesjährigen Pariser Motorsalons stellte das Unternehmen eine neue Generation von Diensten auf Basis von Echtzeitdaten vernetzter Fahrzeuge vor. Diese Dienste – HERE Real-Time Traffic, HERE Hazard Warnings, HERE Road Signs und HERE On-Street Parking – bieten aktuelle Informationen von potenziellen Gefahren auf der Strecke über Verkehrsinformationen bis hin zu Unterstützung bei der Parkplatzsuche.

Derartige Datendienste wären nicht ohne Zusammenarbeit innerhalb der Autoindustrie möglich, vor allem hinsichtlich der Sammlung und Analyse von Fahrzeugdaten. Die neuen Dienste von HERE sind die weltweit ersten, die Sensordaten von miteinander im Wettbewerb stehenden Autoherstellern nutzen, um das Fahrerlebnis zu verbessern und gleichzeitig den Verkehr sowie das Risiko von Unfällen zu reduzieren.

Zu Beginn beruhen die Dienste auf Daten aus den Flotten vernetzter Fahrzeuge von Audi, BMW und Mercedes-Benz. Diese Art von industrieweiter Zusammenarbeit ist ein entscheidender Schritt, um nicht nur das Fahren sicherer zu machen, sondern auch die Entwicklung autonomer Fahrzeuge zu ermöglichen. Deshalb plant HERE, dass auch andere weitere Autohersteller sich mit ihren Daten an diesen Diensten beteiligen können. Für HERE CEO Edzard Overbeek ist klar: „Schon heute zeigen wir, wie weit uns ein offener, sicherer und vor allem gemeinsamer Ansatz bringen kann. Unsere vier neuen Dienste sind erst der Anfang.“

So wie es aussieht, ist also auch in Zukunft mit weiteren Innovationen aus den Edison-Höfen in der Invalidenstraße zu rechnen.

Zur Website von HERE

Foto: © HERE

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