Am 20. November fiel beim SIBB-Forum Digital Platforms & Technologies in Berlin der Startschuss für den Deep Tech Award 2019 mit 60.000 Euro Preisgeld. Berliner Technologie-Entwickler erfuhren alles zur Auszeichnung, um die sie sich bis zum 28. Februar 2019 mit ihren anwendungsorientierten Lösungen in Hardware und systemnaher Software bewerben können.

Auf Einladung des SIBB e. V. und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWEB) kamen zahlreiche interessierte Unternehmensvertreter ins VDE-Verlagsgebäude, wo sie von der VR-Expertin und Journalistin Susanne Dickel durch den Abend geführt wurden. Prof. Dr.-Ing. Horst Schwetlick, Vorstandsvorsitzender des VDE, hieß die Gäste herzlich willkommen und pries die, wie er sagte, für Deep Tech charakteristische Kombination von Elektrotechnik und Informatik als besonders zukunftsträchtig.

Geschichte des Deep Tech Awards

Nach dem Grußwort ging der stellvertretende Vorsitzende des SIBB e. V. Dirk Stocksmeier auf die Geschichte des Deep Tech Awards ein. Sein Verband rief den Preis zusammen mit der SenWEB 2015 ins Leben, um eine Brücke zwischen Software und Hardware zu schlagen und das Deep-Tech-Segment bekannter zu machen. Beim letzten Wettbewerb gingen 40 Bewerbungen ein. Er hofft, dass es dieses Mal noch mehr sein werden und appellierte an die anwesenden Tech-Experten, bei ihren Applikationen Künstliche Intelligenz stets mitzudenken.

Mehrwert durch die renommierte Auszeichnung

Wie Unternehmen neben dem Preisgeld noch vom Deep Tech Award profitieren, berichteten zwei Gewinner der letzten Jahre:

  • Sensorberg GmbH (Entwickler von Digitalisierungsmodulen für eine effiziente Immobilienverwaltung), Deep-Tech-Award-Gewinner von 2017, vertreten durch den CRO Stefan Scheuerle
  • pikkerton GmbH (Entwickler von Sensorik- und Funknetzwerkbaugruppen), Gewinner des ersten Deep Tech Award 2015, vertreten durch den CEO Lothar Feige

Sowohl Scheuerle als auch Feige betonten, dass der Deep Tech Award ihrem gesamten Team einen riesigen Motivationsschub verliehen habe, weiterhin hart zu arbeiten und an anderen Wettbewerben im In- und Ausland teilzunehmen. Dank der PR-Wirkung, die mit der Auszeichnung einherging, steigerte sich auch die Bekanntheit ihrer Start-ups. Dadurch sammelten sie wertvolle Kontakte und konnten ihren Kundenstamm deutlich erweitern.

Teilnahme am Wettbewerb

Auf diesen Erfolgsgeschichten aufbauend hob Dr. Jürgen Varnhorn, Leiter der Abteilung für Energie, Digitalisierung, Innovation in der SenWEB, in seinem Vortrag die IKT-Branche als Innovationsmotor der Berliner Wirtschaft hervor. Eine besonders große Bedeutung komme dabei Deep Tech zu. Dieser werde mit dem Wettbewerb Rechnung getragen. Wie sich Technologie-Entwickler bestmöglich für die Auszeichnung bewerben, erklärte Betül Özdemir, Referentin für IKT-Wirtschaft, Digitalisierung in der SenWEB und Managerin der Kampagne log in. berlin., und verwies dabei auch auf die Website des Wettbewerbs https://www.deeptechaward.berlin/.

Anschließend stellten sich vier der sieben Jurymitglieder vor und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Den Aufschlag machte Prof. Dr. Heike Hölzner, Lehrstuhlinhaberin für Entrepreneurship und Mittelstand an der HTW Berlin, die in Deep Technology einen entscheidenden Treiber der Digitalisierung in Deutschland sieht. Veronika Brandt, Head of IoT Business Consulting bei Bosch Software Innovations, stellte anschaulich dar, welche Synergien Deep Tech-Lösungen und die in ihrem Konzern entwickelten Technologien erzeugen können. Zu guter Letzt verrieten die langjährigen Juroren Michael Pemp, Referent für IKT, TK, Post in der SenWEB, und der SIBB-Vorstandsvorsitzende Thomas Schröter, welche Kriterien bei den Bewerbungen für sie ausschlaggebend sind: Technologische Innovation, nachvollziehbare Marktnähe, prägnante Beschreibung und erkennbare Begeisterung für das eigene Produkt.

Dr. Jürgen Varnhorn von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Dr. Jürgen Varnhorn, Leiter der Abteilung für Energie, Digitalisierung und Innovation in der SenWEB, betont die herausragende Bedeutung von IKT allgemein und Deep Tech insbesondere für den Wirtschaftsstandort Berlin.
Foto: SIBB e. V.

Betül Özdemir von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Betül Özdemir, Referentin für IKT-Wirtschaft, Digitalisierung in der SenWEB und Managerin der Kampagne log in. berlin., erklärt das Bewerbungsverfahren.
Foto: SIBB e. V.

Thomas Schröter vom SIBB e. V. und Susanne Dickel von IntoVR

Susanne Dickel fragt Thomas Schröter, Vorsitzender des SIBB e. V., was für ihn eine gute Bewerbung für den Deep Tech Award ausmacht.
Foto: SIBB e. V.

Stefan Scheuerle von der Sensorberg GmbH

Stefan Scheuerle, CRO der Sensorberg GmbH (Preisträger von 2017), erzählt, wie sein PropTech vom Deep Tech Award profitiert hat.
Foto: SIBB e. V.

Lothar Feige von der pikkerton GmbH

Lothar Feige, Geschäftsführer der pikkerton GmbH (Preisträger von 2015), beantwortet die Frage von Susanne Dickel zum Mehrwert des Deep Tech Awards für sein Unternehmen.
Foto: SIBB e. V.